Posted by on Led 29, 2019 in Deutsch | 0 comments

Dreiklassensystem, Zuckerbergs Wortbruch, Pudding-Interview

1. Ein Dreiklassensystem
(taz.de, Jürn Kruse)
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat im Auftrag der Linken fast 2.000 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu Beschäftigungsbedingungen und Bezahlung befragt. 94 Prozent der Befragten fühlen sich gegenüber den Festangestellten von ARD, ZDF, „Deutschlandradio“ und „Deutscher Welle“ benachteiligt. 66 Prozent würden laut eigener Aussage für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommen als Festangestellte.

2. Zuckerberg bricht sein Whatsapp-Versprechen
(sueddeutsche.de, Jannis Brühl)
Derzeit sieht es ganz danach aus, als würde Facebook die Whatsapp-, Instagram- und Messenger-Technik miteinander verschmelzen lassen. Jannis Brühl kommentiert: „Zuckerberg bricht die Versprechen, die er Nutzern wie Mitarbeitern von Instagram und Whatsapp gab, als er die Firmen kaufte. Sie würden unabhängig bleiben, hieß es, und, im Fall von Whatsapp: Die Daten der Nutzer sollten sicher bleiben, wie es den Gründern des Messengers immer am Herzen lag. Sie taten öffentlich kund, wie sehr sie Werbung und Überwachung hassten — die zentralen Ideen hinter Facebooks Geschäftsmodell. Das Whatsapp-Team war die letzte Verteidigungslinie für die Privatsphäre der Nutzer im Konzern. Mittlerweile hat Zuckerberg die Gründer vergrault. Jetzt regiert er durch.“

3. „Der Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln“ – ZDF-Mann Walde verzweifelt an SPD-Umweltministerin Svenja Schulze
(meedia.de)
Ein mögliches Tempolimit beherrschte in den vergangenen Tagen die Diskussionen in Deutschland. Da lag es für den ZDF-Journalisten Thomas Walde nahe, die Bundesumweltministerin Svenja Schulze zu der Thematik zu befragen. Doch diese will wieder und wieder nicht antworten. Thomas Walde dazu auf Twitter: „Ich habe eben Umweltministerin Svenja Schulze, SPD gefragt, wie ihre Position zu einem Tempolimit ist. Dann habe ich sie das nochmal gefragt. Dann nochmal. Und nochmal. Und nochmal.“

4. Die „Fake News“-Falle
(medienblog.hypotheses.org, Mandy Tröger)
Christian Wendelborn, Philosoph an der Universität Konstanz, plädierte im Rahmen der Fachtagung „Fake“ dafür, auf den Begriff der „Fake News“ zu verzichten. Dieser habe keine feste Bedeutung, es handele sich um einen politischen Kampfbegriff, ein „epistemisches Schimpfwort“ und er diffamiere die Konsumenten.

5. Wühlen in privaten Daten
(deutschlandfunk.de, Daniel Bouhs und Caroline Schmidt)
Vor wenigen Wochen kursierten im Netz privateste Daten von Politikern, die im Rahmen eines „Adventskalenders“ unter noch nicht ganz geklärten Umständen veröffentlicht wurden. Für Redaktionen stellt sich die medienethische Frage: Dürfen sie die Dokumente durchforsten, obwohl sie ihnen nicht gezielt zugespielt wurden?

6. Do You Still Have A Job At BuzzFeed?
(buzzfeed.com, Jason Sweeten)
Beim US-amerikanischen Medienunternehmen „BuzzFeed“ kommt es zu gewaltigen Umstrukturierungen. Angeblich will das Unternehmen rund 200 Stellen streichen. Jason Sweeten hat daraus das Quiz „Do You Still Have A Job At BuzzFeed?“ gebastelt, das er wo veröffentlicht hat? Genau: natürlich auf „BuzzFeed“!

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