Posted by on Říj 11, 2019 in Deutsch | 0 comments

Das Buch lebt, Dunkle Forenwelt, Der Heilige Sankt Spekulatius von n-tv

1. Im Netz mordet kein Terrorist allein
(sueddeutsche.de, Max Hoppenstedt & Simon Hurtz)
Max Hoppenstedt und Simon Hurtz nehmen ihre Leserinnen und Leser mit in die Parallelwelt der anonymen Onlineforen, in denen sich bevorzugt junge weiße träfen, um dort in missverstandener Redefreiheit und ohne Rücksicht auf Anstand und Gesetze „alles sagen zu dürfen“. „Dieses Selbstverständnis dient oft als Vorwand für rechtsradikale, rassistische und antisemitische Hetze. Auch Frauenfeindlichkeit und Schwulenhass sind weit verbreitet. Die Nutzer wandeln ständig auf der Grenze zwischen anarchischem Humor und offener Menschenverachtung. Memes werden zu Mordaufrufen, aus sarkastischen Insider-Witzen wird purer Hass. Das erschwert die Arbeit für Ermittler: Oft lässt sich nicht unterscheiden, wo der „Spaß“ aufhört und der Ernst beginnt.“

2. Ganz dünnes Eis: Terror in Halle, live bei n-tv
(uebermedien.de, Video: 3:20 Minuten)
Anlässlich des Terroranschlags in Halle (Saale) unterbrach der Fernsehsender n-tv sein reguläres Programm und berichtete live vom Geschehen in Sachsen-Anhalt. Da es kaum gesicherte Informationen zu Tathergang und Motivlage gab, waren eigentlich nur Spekulationen möglich. Spekulationen, vor denen der Sender seine Zuschauerinnen und Zuschauer jedoch ausdauernd und über Stunden warnte. „Übermedien“ hat daraus einen dreiminütigen Spekulationsfilm gemacht.

3. Neuer „Tagesschau“-Newsroom: Die Kleingärtner im Nacken
(dwdl.de, Alexander Krei)
Ganze zwei Jahre hat die ARD an ihrem neuen „Nachrichtenhaus“ mit dem topmodernen Newsroom gebaut. Der Neubau hat 16 Millionen Euro gekostet. Angesichts des rasanten Wandels der Digital- und Medienwelt, ist es fast niedlich, wie NDR-Intendant Lutz Marmor das Investment rechtfertigt: Das Nachrichtenhaus soll nämlich 30 Jahre lang genutzt werden. „Mindestens“.

4. Eingesperrte Bücher: Warum E-Books nicht die Zukunft des Lesens sind
(rnd.de, Imre Grimm)
Wenn es nach manchen Technik-Propheten ginge, müsste das E-Book schon längst das klassische Buch abgelöst haben. Doch nichts dergleichen: Trotz verbesserter Geräte stagniert der Markt für Digitalbücher seit Jahren. Imre Grimm kommentiert: „Fünf Jahre Stillstand — in digitaler Währung ist das eine Ewigkeit. Warum ist das so? Warum stagnieren E-Books, obwohl digitale Medien insgesamt boomen? Warum lesen unverändert etwa 80 Prozent der Deutschen gedruckte Bücher, aber die Buchbranche macht nur 6 Prozent ihres Umsatzes mit E-Books? Weil es beim Genuss eines Buches um etwas anderes geht als beim Lesen von Nachrichten. Der „Verzehr“ eines guten Buches ist hirntechnisch ein anderer Vorgang als das interessierte Scannen von Neuigkeiten. Über die Qualität des aktuellen Literaturangebots sagt das zwar wenig aus — technisch aber scheint die Sache entschieden. Das Buch ist tot. Es lebe das Buch.“

5. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2019
(blog.wdr.de, Dennis Horn)
Dennis Horn fasst die wichtigsten Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2019 zusammen und macht daraus vier Themenblöcke: „Erstens: Es gibt in den Zahlen keine großen Sprünge mehr. Zweitens: Nur jeder Zehnte hat die „Wanze im Wohnzimmer“. Drittens: Facebook ist weiter die Nummer eins. Viertens: Die Leute nutzen das Netz länger zum Hören.“

6. Zu gut, um wahr zu sein? Wie man Bilder und Videos verifiziert
(fachjournalist.de, Bernd Oswald)
Im Internet tauchen schon zu Normalzeiten unzählige manipulierte oder gefälschte Bilder auf. In Ausnahmesituationen mit ungeklärter Faktenlage sind diese besonders gefährlich. Bernd Oswald erklärt, wie man als Journalistin oder Journalist Bilder und Videos verifizieren kann. Vieles davon ist nicht nur für Leute aus der Medienbranche interessant, sondern sollte zur allgemeinen Medienkompetenz und in den Schulunterricht gehören.

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